Autor: wgtadmin

Auf Abwegen ins Toggenburg

Pünktlich um 10:00 Uhr verliessen am Montag morgen zwei vollbepackte Autos die WG in Luterbach. Mit dabei waren sieben Bewohner und eine Bewohnerin, sowie drei Team-Mitarbeitende. Ziel war das Ferienhaus St. Otmar auf dem Chüeboden oberhalb von Unterwasser im oberen Toggenburg. Das heimelige und zweckmässig eingerichtete Ferienhaus, welches mitten in einer wunderschönen Landschaft liegt, begrüsste uns mit vielen Fliegen. Die Räume waren sehr niedrig und es hiess aufpassen, um nicht den Kopf anzuschlagen. Zwei Bewohner meldeten sich sofort freiwillig für die Zubereitung des Abendessens und schon bald war eine feine Älplermakkaroni auf dem Tisch. Jeweils zwei Bewohner waren für einen Tag für die Küche zuständig, was sehr gut funktionierte.

Am nächsten Tag bildeten wir zwei Gruppen; die eine besuchte den Vogelpark in Buchs und drei Bewohner wagten sich mit der Luftseilbahn auf den 2500m hohen Säntis. Die Aussicht und das Erlebnis auf diesem Berg zu stehen, war grandios. Für den Mittwoch hatten wir einen gemütlichen Tag mit Minigolf in Wildhaus und Coupe-Essen eingeplant. So waren wir am Donnerstag noch fit genug, um einen Teil des weltweit einmaligen Klangweges auf der Alp Iltios zu erkunden. Die Fahrt mit der Standseilbahn von Unterwasser nach Iltios war für einige eine rechte Herausforderung. Höhepunkt dieser Wanderung war ein traumhafter Bergsee namens Schwendisee. Einige mutige wagten sich sogar ins erfrischende Nass, obschon es im See Blutegel haben soll. Am Freitag hiess es dann schon wieder packen, Haus putzen und abreisen. So kamen wir um 14:00 Uhr wohlbehalten in Luterbach wieder an.

Wir schauen dankbar auf eine sonnige, erlebnisreiche und für alle Beteiligten gelungene Woche mit Spass und guter Gemeinschaft zurück. Ein angenehmer Tapetenwechsel, welcher motiviert, den Alltag wieder mit neuer Frische anzupacken.

Ausbau ambulante Angebote

Mit jeweils einem Team in Olten und einem in Luterbach wird seit mehreren Monaten unser ambulantes Angebot aufgebaut. Im Zentrum der ambulanten Wohnbegleitung steht, die Autonomie der Individuen zu fördern und ihnen somit zu einem möglichst selbständigen Leben zu verhelfen. Darum leben Menschen, die von uns begleitet werden, in ihren eigenen Wohnungen. Als weiteres Ziel gilt die Integration in ein soziales Netz, bestehend aus Ressourcen aus dem eigenen Umfeld und ergänzt durch Angebote und Lebensräume der WG Treffpunkt. Dabei kann die Begleitung gleichermassen als Sprungbrett in die Selbständigkeit oder auch zur langfristigen Unterstützung genutzt werden.

Neben spannenden konzeptionellen Aufgaben, die der Aufbau der ambulanten Wohnbegleitung mit sich trägt, freuen wir uns besonders über die Menschen, die wir aktuell schon begleiten dürfen. Bereits in dieser kurzen Zeit konnten wir feststellen, dass das Angebot sehr gefragt ist. Besonders gross scheint das Bedürfnis der momentan stationär betreuten Menschen zu sein, vor der definitiven Selbständigkeit einen Zwischenschritt bei der ambulanten Wohnbegleitung einzulegen. Somit dürfen wir mit einem stetigen Wachstum des ambulanten Bereiches rechnen.

Angehörigen­brunch 2017

Unsere stationären Wohngruppen veranstalten regelmässig, gemeinsam mit ihren BewohnerInnen Treffen für ihre jeweiligen Angehörigen. Diese Anlässe bieten Gelegenheit, nebst einer Besichtigung der Infrastruktur, unsere Betreuungspersonen persönlich kennen zu lernen. In einem entspannten und geselligen Rahmen, entstehen so bei einer schmackhaften Verpflegung angeregte Gespräche über vielfältige Themen.

Auch wird dieser Rahmen nicht selten genutzt um BewohnerInnen eine kleine Plattform zu bieten. Mal dient diese um ein Musikstück vorzutragen, Gedanken und Ideen mitzuteilen, oder – wie in einem der diesjährigen Anlässe – dem Betreuungspersonal Fragen zu ihrem Hintergrund und Berufsmotivation zu stellen. Nebst dem einen oder anderen amüsanten Moment, vermitteln solche Dinge auch immer einen Eindruck des gegenseitigen Umganges auf der Wohngruppe. Und wenn der eine oder andere Seitenhieb genauso Platz erhält wie aufrichtige und teilweise berührende Komplimente – deutet dies auf einen gelingenden Wohngruppenalltag hin.

Steigende Nachfrage des Juralphorn

Seit der Markteinführung des JurAlphorn hat das öffentliche Interesse an dem Instrument aus unserer Werkstatt laufend zugenommen. Vergangene Woche wurde eine weitere Serie fertiggestellt und in den stilvollen Räumlichkeiten der Hupp Lodge zum Probespielen aufgereiht.

Das anfänglich aufgestellte Doppelquartett wurde im Verlauf des Samstages dann schon bald auf ein Trio reduziert. Dazu beigetragen haben auch die Musikerinnen von der bündnerischen Alphornformation „Alptraum“. Die erfahrenen Alphornistinnen, welche schon seit 17 Jahren gemeinsam musizieren, waren von den hervorragenden Qualitäten des JurAlphorns derart angetan, dass sie Ihre Heimreise mit gleich dreien unserer Instrumente im Gepäck antraten. Somit ertönt schon beim nächsten Auftritt der Formation am 11. Juni im Freilichtmuseum Ballenberg im Rahmen der Veranstaltung «Trachten und Tänze» – ein dreifacher JurAlphornklang in der Berner Oberländischen Bergwelt.

Badmintonturnier 2017

In unserer Mensa auf dem Hauenstein, in welcher viele von uns täglich ein und aus gehen, steht das ganze Jahr über ein Pokal. In seinem Fuss sind die Namen der Gewinner des alljährlichen Badmintonturniers eingraviert. Ein Anlass, an welchem Teilnehmende und Mitarbeitende gleichermassen und bunt gemischt um einen Podestplatz kämpfen.

Die Emotionen steigen aber in der Regel bereits Monate zuvor, wenn sich das Veranstalterteam zu besinnen versucht, wie im Vorjahr die Einteilung und der Spielplan gemeistert wurden. Bei rund 50 Spielern aus allen möglichen Leistungsniveaus ist das definitiv keine leichte Aufgabe. In insgesamt über 100 Spielen, während knapp zweieinhalb Stunden werden in zwei Leistungsgruppen die Besten der Besten ermittelt.

Inzwischen haben wir zum Glück einiges an Erfahrung angehäuft. Und auch wenn hinter den Kulissen jeweils bis zum letzten Moment vorbereitet, optimiert, ausgezählt und teilweise auch etwas improvisiert wird, gibt sich der Anlass zum Spielfeld hin souverän und durchorganisiert. Aber das soll auch beides Platz haben. Denn es sind immer auch die ungeplanten Dinge, welche unser Turnier in Erinnerung bleiben lässt. Und wenn der Heimleiter vom Landwirtschaftbetrieb mit einem halben dutzend Kuhglocken seine Favoriten anfeuert. Wenn eines der Kinder vom Christhof aus voller Kehle «Schiedsrichter Achtung» ins bereits relativ gut verstärkte Mikrofon brüllt. Und wenn unser Heimhund bereits während dem Aufwärmen aus der Halle verbannt werden muss, weil er das Shuttle par tout nicht in Frieden lassen konnte…

Dann scheint es einmal mehr ein erfolgreiches Badmintonturnier geworden zu sein.

Zimmer mit Stil

Seit Mitte März 2017 besteht die Möglichkeit auf der Hupp Lodge im wahrsten Sinne des Wortes, in lebhafter Natur eingebettet zu sein. Unser Arbeitsbereich und regional bekanntes Ausflugsziel, hat inzwischen seine sieben individuell und liebevoll gestalteten Zimmer eröffnet. Diese tun es dem gesamten Betriebskonzept gleich und überraschen den aufmerksamen Betrachter mit wohlüberlegten Stilelementen und inspirierenden Details. Ein Grossteil an Mobiliar und Innenausbau wurde durch unsere hauseigene Schreinerei die werkstatt realisiert. Weitere Informationen finden sich unter hupplodge.ch.

Mit dieser erfreulichen Entwicklung und den frühsommerlichen Temperaturen wird das Arbeitsvolumen weiter steigen. Dies bedeutet auch mehr Einsatzmöglichkeiten für unsere Teilnehmenden und viele neue Begegnungen.

Stofftiere im Rampenlicht

Eines unserer bescheidenen Produkte aus dem Krea-Atelier Trimbach hat sich über die vergangenen Monate von einem Geheimtipp unter Verwandten und Bekannten offenbar immer mehr zu einem gefragten Produkt entwickelt. Das eiswiekeis ist ein Stofftier, genäht nach Vorlage einer Kinderzeichnung. Unsere Mitarbeitenden interpretieren gemeinsam mit den Teilnehmenden die Zeichnung, erstellen Schnittmuster, suchen Stoffe aus, nähen, stopfen, besticken und schicken schliesslich dem kleinen Künstler das fertige Stofftier zu.

Mit Veröffentlichung im SWISS Magazin (Seite 63), werden wohl in den kommenden Monaten noch einige neue Kreaturen zum Leben erweckt werden. Das freut uns besonders, da wir unseren Geschenkgutschein gerade kürzlich in Zusammenarbeit mit unseren Freunden vom Kreativstudio Waldluft komplett überarbeitet haben. Vor dem Versand werden die eiswiekeis übrigens immer fotografiert. Eine fortlaufende Bildergalerie zum staunen, lachen und abonnieren gibts auf unserem Instagram Account.

Bestellt werden kann das individuelle Stofftier unter eiswiekeis.ch

Projekt Restwert wächst weiter

Das «Projekt Restwert» hat Anfang 2016 als kleiner kaufmännischer Arbeitsbereich zusammen mit der WG Treffpunkt seine Segel gesetzt. Durch kontinuierlichen Ausbau der Dienstleistung und zunehmender Bekanntheit bei Kunden und Behörden, stiess die Infrastruktur zum Jahreswechsel ans Limit. Per Mitte Februar nun, hat es das «Projekt Restwert» vielen seiner Kunden gleichgetan und ist umgezogen. Die Neuen Räumlichkeiten bieten genügend Raum für die inzwischen acht Tagesstätte- und Integrationsplätze und Ausbaukapazität mit weiteren Lagerräumen.

Aufwind erhält das Projekt zudem vom gleichaltrigen Kreativstudio Waldluft. Dieses hat die Gunst der Stunde genutzt und ist in das (leider nur ein bisschen) grössere Nachbarsbüro umgezogen. Ebenfalls passend dazu sind am Umzugstag noch deren neue Flyer aus der Druckpresse gekommen. Dann setzen wir mal Kurs und nehmen Fahrt auf.

Projekttage zum Jahresende

Die Festtage und der Jahreswechsel sind für viele ein Anlass zur Freude. Für manche ist es auch eine besinnliche Zeit. Andere lassen den Trubel ungeachtet vorbeiziehen, oder erleben diese Tage als Herausforderung. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen jeweils bestmöglich zu begegnen, führt die WG Treffpunkt auch diesmal wieder während den zwei Wochen um die Weihnachtszeit Projekttage durch. Diese setzen sich aus unterschiedlichsten Aktivitäten zusammen und die ansonsten übliche Alltagsarbeit in den Bereichen wird auf das Notwendigste reduziert. So können alle das vergangene Jahr auf ihre eigene Art abschliessen: Beim Weihnachtsguetzli backen, Wohngruppe schmücken, gemütlichen Spaziergängen im schönen Jura oder auch bei kleineren und grösseren (Spiel)turnieren, einem Ausbruch aus dem Adventure Room oder einer Schifffahrt.

Wir wünschen unseren Teilnehmenden und den Mitarbeitenden jedenfalls einen guten Start in das neue Jahr.

Adventsmarkt Olten

Wir waren am mit unseren «sinn+zwäck» Produkten vom Krea-Atelier Trimbach und Altholzartikeln aus der Holzwerkstatt am vorerst letzten Oltner Adventsmarkt im Klostergarten präsent. Auch das eiswiekeis hatte es mit etwas Transporthilfe noch geschafft! Es herrschte vier Tage lang weihnachtliche Stimmung – ohne Schnee dafür mit Eis (unter anderem an den Zehen). Viele interessierte Besucher schlenderten durch den Markt und begutachteten unsere Produkte. Es kam zu interessanten Gesprächen und vielen guten Wünschen. Es freut uns immer wieder aufs Neue, zu wissen, dass unter dem Einen oder Anderen Weihnachtsbaum dieses Jahr eines unserer Produkte liegen wird.

Wir durften während einigen Jahren Teil vom Adventsmarkt im Klostergarten sein und bedanken uns herzlich! Für eine Sortimentsübersicht können Sie sich jederzeit auch direkt an die Leiterin des Krea-Atelier in Trimbach wenden. Frohe Adventszeit!